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Martina Stapf
horror vacui & amor infinity, 2011

Das Ornament: Wird aus dem lateinischen ‚ornare’ (schmücken, verzieren) bzw. ornamentum (Schmückendes) abgeleitet. In meiner Arbeit findet eine Verschmelzung von Weiblichkeit und Ornament statt. Das Ornament überschreibt das Individuum, lässt den Menschen zum Bruchteil einer Figur werden. Die Formen legen sich wie ein Netz über den weiblichen Körper und binden ihn so mit ein. Das Ornament ist voller Widersprüche. Diese Formen sind nicht nur lieblich, sondern auch dornig, nicht nur schmückend, sondern auch erdrückend, nicht nur verflochten, sondern auch zwanghaft, nicht nur harmonisch, sondern auch bedrohlich.

Während des Entstehungsprozesses der Arbeit habe ich gemerkt, wie unterschiedlich ich bei den einzelnen Motiven empfinde. Helle Farben verbunden mit Fröhlichkeit, dunkle Muster verbunden mit Müdigkeit, Unbeweglichkeit oder Gleichgültigkeit. Eine Zerrissenheit zwischen Schönheit und Unfreiheit.

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